30.10.2019

Unser Wahlprogramm

Vom 11. – 14.11. wird an der TU Chemnitz gewählt! Auch wir kandidieren um Plätze im Senat und im Erweiterten Senat. Dafür haben wir natürlich ein kleines Wahlprogramm erstellt. Ihr wollt wissen, wofür wir stehen und was wir beabsichtigen? Seht selbst:

„TUC goes digital“

Das Hochschulwahlprogramm der Liberalen Hochschulgruppe Chemnitz

Wir sind Studierende verschiedener Fachrichtungen, die sich für eine liberale und eigenverantwortliche Hochschulpolitik einsetzen. Unser Fokus liegt dabei auf Freiheit, Toleranz, Selbstinitiative und der Auffassung, dass du selbst besser weißt, was gut für dich ist.

Unsere Ziele:

Digitalisierung:

Digitalisierung in der Lehre gehört zu unseren Kernforderungen. Weltbeste Bildung fängt mit digitalisierten Universitäten an, die attraktive Rahmenbedingungen bietet, um Innovationen der Digitalisierung in den Uni-Alltag zu integrieren und globalen Wissenstransfer zu ermöglichen!

Die LHG Chemnitz fordert daher konkret:
– die flächendeckende, audiovisuelle Aufzeichnung von Vorlesungen
– die Förderung und Erweiterung von digitalen Lernmitteln und eLearnings
-die Möglichkeit, Abmeldungen von einzelnen Prüfungen Online durchzuführen

ECTS-Punkte:

Die Liberalen Hochschulgruppe Chemnitz setzt sich dafür ein, jeden Studiengang so zu gestalten, dass bis zu einem Fünftel der ECTS-Punkte nicht mit in die Durchschnittsnote einfließt. Hierbei soll es in der Hand der Studierenden liegen, welche der bestandenen Kurse sie unberücksichtigt lassen wollen.

Der große Vorteil von Bachelor und Master gegenüber den alten Studiengängen oder auch Studiengängen, die mit dem Staatsexamen abschließen, ist, dass die Abschlussnote nicht von wenigen Prüfungen abhängt, sondern den gesamten Studienverlauf berücksichtigt. Dadurch entsteht jedoch ein permanenter Leistungsdruck, da jede Note entscheidend ist. Wer am Ende einen sehr guten Abschluss haben will, muss jede Prüfung sehr gut bestehen. Dies ist eine unrealistische Anforderung.

Darüber hinaus fordern wir den erfolgreichen Abschluss der Systemakkreditierung, sodass der Umfang für jedes Modul genau eine Prüfungsleitung beinhaltet und mit 5 Credit Points gewertet wird.

Moderne und schnelle Verwaltungen

Wir kritisieren die Tendenzen zur Schaffung bürokratischer Hürden, die einer ärztlichen Krankschreibung zu Prüfungen an der TU Chemnitz im Wege stehen:

Prüfungsämter dürfen nicht die Befugnis besitzen, einzelne Symptome eines erkrankten Studenten von diesem einzufordern und zu dokumentieren, um aus diesen Rückschlüssen auf ein begründetes Fernbleiben einer Prüfung zu ziehen. Solch eine Einschätzung obliegt allein dem behandelnden Arzt. Eine Dokumentation durch die Prüfungsämter halten wir besonders aus datenschutzrechtlichen Gründen für bedenklich und lehnen sie deshalb ab.

Zusätzlich fordert die Liberale Hochschulgruppe Chemnitz die ersatzlose Abschaffung von Prüfungsunfähigkeitsbescheinigungen. Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung muss im Krankheitsfall genügen, um die Nichtteilnahme an einer Prüfung zu begründen. Im Regelfall sollte die digitale Einreichung von Attesten genügen.

Darüber hinaus setzen wir uns für eine einheitliche Festlegung von Korrekturfristen ein. Jede geleistete Arbeit, egal ob Referat, Hausarbeit oder Klausur, muss innerhalb von sechs Wochen bewertet worden sein.

Wahlordnung

Die Wahlbeteiligung an der TU Chemnitz liefert alljährlich erschreckende Ergebnisse. Zur Hochschulwahl im Wintersemester 2018/19 gingen lediglich 4,6 % der Wahlberechtigten aus der Gruppe der Studierenden an die Urne.

Um dieses Ergebnis in Ansätzen zu verbessern, fokussieren wir uns auf eine Änderung der Wahlordnung. Zukünftig muss der Weg für eine Onlineabgabe der Stimme frei gemacht werden.